Zuchtverband



Wir sind Mitglied im Internationalen Hundeverband, kurz IHV.

Unsere Welpen erhalten bei Abgabe, ab der 8.Woche, eine Ahnentafel des IHV, ein Gesundheitszeugnis vom Tierarzt und sind geimpft, sowie gechipt.


Wir züchten in einem sogenannten Dissidenzverein. Oft wird behauptet, dass Hunde mit Papieren von solchen Vereinen keine richtigen Papiere haben.

Meine Frage dazu ist: Was sind überhaupt Papiere und was sagen sie aus?

Als Dissidenzverein fasst man gern alle Vereine zusammen, welche nicht der FCI angeschlossen sind. Wenn Mitglieder des VDH dieses Wort verwenden, stehen diese Dissidenzvereine immer minderwertig da. Übersetzt bedeutet Dissidenz übrigens Widerstand oder Gegenseite und dies ist meiner Meinung nach absolut nichts Negatives. Die ISDS, also der Nonplusultra Zuchtverband unter den arbeitenden Border Collies, wird von den Mitgliedern der VDH übrigens auch als Dissidenzverein bezeichnet.


Die Aufgaben eines jeden Zuchtverbandes sind die jeweiligen Papiere für die Hunde auszustellen und die Zucht mit dessen Zuchtordnung, sowie den damit einzuhaltenden Mindestbestimmungen zu kontrollieren, welcher jeder Züchter für seine Zucht einhalten muss. In dem Papier des Hundes, sind der Stammbaum, welcher die Abstammung des Hundes zeigt, sowie alle bisher durchgeführten Untersuchungen und die Ergebnisse der durchgeführten Zuchttauglichkeitsprüfung hinterlegt. Dies ist alles sehr wichtig für eine verantwortliche Zucht. Der Stammbaum ist ein wichtiger Bestandteil um gesunde Hunde und Eigenschaften zu selektieren, sowie das Risiko für vererbbare Krankheiten so gering wie möglich zu halten, ja diese versucht ganz zu vermeiden. Dabei ist es egal, ob die Papiere vom VDH, ISDS, ICR, IHV, ERV oder sonst einem der vielen Vereine ausgestellt sind. Wirklich Relevant ist dies im Alltag für den Hund und den Hundekäufer nicht. Lediglich der Besitzer, welcher auf Weltmeisterschaften starten möchte, benötigt FCI Papiere, für alles andere reichen auch alle anderen Papiere. Im übrigen verlangt der IHV genau die selben Untersuchungen, wie der FCI angeschlossene Verband und wer etwas auf seine Zucht hält und bestrebt ist das die Nachzucht gesund ist, lässt alle wichtigen Untersuchungen, auch wenn diese nicht vorgeschrieben sind, eigenverantwortlich durchführen. Außerdem sollte jeder Züchter darauf achten, dass die verpaarten Hunde auch mit ihren charakterlichen Eigenschaften zueinander passen und das regelt kein Papier, sondern liegt allein in der Hand des Züchters. 

Für den Fall der Fälle, man benötigt doch aus irgendwelchen Gründen das FCI Papier, lässt sich dies über eine Phänotypiserung erlangen. Für potentielle Welpenkäufer sollte jedoch nicht der Zuchtverband ausschlaggebend sein, sondern der jeweilige Züchter. Schwarze Schafe unter den Züchtern gibt es leider in jedem Zuchtverband.  

Es ist wichtig das Welpeninteressenten mit dem Züchter sprechen, bestehende Fragen klären, sich kennen lernen und wenn möglich auch die Hunde kennen lernen. Ein guter Züchter gibt gerne Informationen und Einblicke in seine Zucht und deren Hunde.

Ich habe mich bewusst dafür entschieden nicht im VDH zu züchten, da mir die Entwicklung des Verbandes bzgl. der Rassenentwicklung nicht gefällt. Ich habe ernsthaft überlegt, meine Hunde beim VDH phänotypisieren zu lassen, um für sie FCI Papiere zu erlangen.

Dabei kam die Frage auf, für was? Nur um meine Hunde evtl. besser verkauft zu bekommen? Nur weil sie dann ein FCI Papier besitzen? Das ist und wird für mich nie ein Grund sein! Mein Hund bleibt doch der Selbe, die Nachzucht bleibt die Selbe. Und an meinem Zuchtziel ändert das FCI (Register-)Papier auch nichts. Ich finde auf den Ausstellungen wird ausschließlich nach Optik ausgewählt. Das eigentliche Wesen, seine Arbeitseinstellung, sein Verhalten als Familienhund etc., stehen außen vor.

Deshalb auch die Entscheidung für die Gegenseite.